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Kinokultur: cineastische Geschichten reflektieren

Das Veranstaltungsformat mit Filmvorführungen und moderierten Gesprächen hat zum Ziel, das Kino als Ort des gemeinsamen Erlebens und Austauschens von cineastischen Geschichten zu pflegen, die von den grossen Themen des Lebens handeln.

«This is not America – Wie das Kino Amerika erfand»: Aktuell erleben wir, wie unser vertrautes Bild der Vereinigten Staaten tiefe Risse bekommt. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, zu fragen, woher dieses Bild überhaupt stammt. Lange bevor wir Amerika selbst bereisten, hatte uns das Kino bereits dorthin geführt. Es zeigte uns Monument Valley und Highways, Motels und Diners, Vorstädte und Kleinstädte. So entstand über Jahrzehnte hinweg ein Amerika, das weniger geografischer Ort als kulturelle Imagination war. Zahlreiche europäische Filmschaffende erzählten später, sie hätten Amerika bereits gekannt, bevor sie zum ersten Mal dort drehten.

«This is not America» fragt deshalb nicht nach dem «wahren» Amerika. Die kuratierte Filmreihe untersucht, wie das Kino Amerika immer wieder neu erfunden hat – als Verheissung und Sehnsuchtsort, als Albtraum, als Landschaft der Freiheit oder als Ort der Erinnerung. Jeweils zwei Filme aus unterschiedlichen Jahrzehnten treten miteinander in Dialog. Nicht weil sie dieselbe Geschichte erzählen, sondern weil sie denselben Bildraum bewohnen. So entsteht eine Reise durch vier filmische Amerika-Bilder – und durch die Frage, wie das Kino diese zu unseren vermeintlichen Erinnerungen machen konnte.
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